| Angebote zum Thema Patientenverfügung
und Vorsorgevollmacht
Das Thema Patientenverfügung wird schon länger kontrovers
öffentlich diskutiert. Im Juni 2009 wurde nach sechsjähriger
Debatte die gesetzliche Grundlage im Bundestag beschlossen. Bürger,
und vor allem auch kranke Menschen sowie deren Angehörige suchen
seit langem Rat und Unterstützung in Hospiz- und Palliativeinrichtungen
für die Erstellung ihrer Verfügungen. Um eine angemessene
und kompetente Beratungskultur zu entwickeln, förderte die
Bayerische Stiftung Hospiz eine Initiative des Bayerischen Hospizverbands,
Beraterschulungen an den Akademien anzubieten. Aus diesen Kursen
hat sich ein Netzwerk gebildet, welches sich jährlich über
die aktuellen Entwicklungen zu dem Themenkreis austauscht.
Da sich die Fragen Gesunder, die eine Verfügung erstellen
möchten, deutlich von den Fragen (unheilbar) kranker Menschen
unterscheidet, bieten die Akademien - abgestimmt auf den fachlichen
Hintergrund der Berater - spezifische Schulungen an.
Akademie für Hospizarbeit und Palliativmedizin Nürnberg
gGmbH
Beratertreffen zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
(Nr. B-59)
Mit diesem Treffen bieten wir ehrenamtlichen Beratern
aus Hospizvereinen sowie Fachkräften aus Medizin, Pflege und
psychosozialen Arbeitsfeldern, die eine entsprechende Schulung absolviert
haben, eine Möglichkeit des Austauschs und der Fortbildung.
Am 16. Oktober 2010 informieren Referenten aus
den Bereichen Medizin und Recht über den jeweils neuesten Stand.
Danach bieten Gesprächsgruppen ausführlich Möglichkeit
zum Erfahrungsaustausch.
Für Rückfragen kontaktieren Sie uns bitte!
info@hospizakademie-nuernberg.de
Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und
Hospizarbeit Würzburg
Patientenverfügung im Dialog
Beraterschulung für hauptamtliche Mitarbeiter im Gesundheitswesen
Die Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
beschäftigen viele Menschen. Inzwischen haben bis zu 20 % aller
Krankenhauspatienten eine Patientenverfügung und jeder dritte
Bundesbürger erwägt, eine solche Verfügung abzuschließen.
Dabei suchen sie vielfach Rat und Hilfe bei Ärzten, Pflegekräften,
Mitarbeitern in sozialen Beratungsstellen.
Die Veranstaltung richtet sich an Personen, die beruflich bei der
Abfassung einer Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht um
Rat gefragt werden,die selbst Beratungen durchführen (wollen)
oder im Alltag mit der Umsetzung von Patientenverfügungen konfrontiert
sind. Im Seminar werden die rechtlichen Grundlagen vorsorgender
Verfügungen und die folgenden Themen besprochen:
- zielgruppenorientierte Beratung zu Patientenverfügung
und Vorsorgevollmacht, Alternativen zur Vorsorgeplanung bei schwerer
Krankheit
- Beratungsinhalte, häufige Fragen
- Beratungsablauf und Gesprächsführung, praktische
Übungen typischer Gesprächsverläufe
- Hilfen für die Umsetzung von Patientenverfügungen
und Vorsorgevollmacht
Das Seminar lebt von der Mitarbeit der Teilnehmenden.
Eigene Fallbeispiele sind willkommen.
| Zielgruppe: |
Ärzte, Pflegekräfte, Sozialarbeiter |
| Teilnehmerzahl: |
max. 16 |
| Termin: |
Freitag, 26.2.2010;
14.00 - 20.15 Uhr und
Samstag, 27.2.2010;
9.00 - 15.30 Uhr |
| Kosten: |
130 € inkl. Mittagessen und Pausengetränke |
| Tagungsort: |
Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit
Würzburg
Juliuspromenade 19
97070 Würzburg
Telefon 0931 3932281
Fax 0931 3932282 palliativakademie@juliusspital.de
www.palliativakademie.de |
| Leitung: |
Dr. med. Birgitt van Oorschot,
Interdisziplinäres Zentrum Palliativmedizin,Universitätsklinikum
Würzburg
Ulrich Rothenbucher,
Rechtsanwalt, Würzburg |
Christophorus Akademie München
Palliative Care für Fortgeschrittene
Patienten mit und ohne Verfügung - Konflikte und Herausforderungen
im Alltag
In der palliativen Versorgung spielt die Achtung vor
dem, was Betroffene sich wünschen, eine entscheidende Rolle.
Selbstbestimmung ist ein hoher medizinethischer Leitwert, welcher
nicht selten in Konflikt mit dem Willen von Angehörigen oder
fachlichen Diensten gerät. Sie als Ärzte, Pflegekräfte
oder psychosoziale Fachkräfte beraten Patienten, Angehörige
und Fachkräfte zum Umgang mit vorhandenen Patientenverfügungen.
Sie unterstützen bei der Erstellung von Verfügungen in
konkreten Krankheitssituationen. Sie bereiten Not- und Sterbesituationen
vor, sei es im häuslichen Bereich,in stationären Pflegeeinrichtungen
oder in Kliniken. In der Beratung stellen sich viele Fragen:
- Wie ist eine schriftliche oder mündliche Patientenverfügung
einzuschätzen?
- Welche Verbindlichkeit kann sie nach der neuen Gesetzeslage
beanspruchen?
- Welches Gewicht hat die medizinische Indikation?
- Wie kann man Erklärungen des Patienten dokumentieren und
im Betreuungsnetz verankern, sodass sie tatsächlich wirksam
werden?
- Wie können Patientenverfügung und Notfallplanung kombiniert
werden?
- Wie können schwierige Problemsituationen konstruktiv angegangen
werden?
In diesem Seminar für Fortgeschrittene sollen
darüber hinaus Aspekte der Stellvertreter-Entscheidungen (rechtliche
Betreuer bzw. Bevollmächtigte) und die Einbeziehung der Angehörigen
behandelt werden. Wichtige Grundlagen der beiden Tage bilden die
je eigenen Erfahrungen, die in Fallbesprechungen aufgegriffen werden.
Auf den aktuellen politischen wie rechtlichen Stand wird eingegangen.
Weitere Informationen finden Sie im Programm der Christophorus
Akademie München www.izp-muenchen.de.
| Termin: |
27.4. bis 28.4.2010 |
| Leitung: |
Sepp Raischl,
Hans Steil,
Dr. med. Susanne Vogel |
Hospiz-Akademie Bamberg
Patientenverfügung - Beraterschulung
Inhalte:
Immer häufiger wird zum Thema Patientenverfügung
neben einer allgemeinen und speziellen Information auch eine sehr
persönliche Beratung gewünscht. Diese schwierige Thematik
braucht "Fachleute".
Themenschwerpunkte:
- Selbstbestimmung am Lebensende
- Grundsätze ethischer Entscheidungsfindung und ärztlichen
Handelns bei Schwerkranken und Sterbenden
- Klärung juristischer und medizinischer Begriffe
- rechtliche Situation am Lebensende
- Aufbau und Betrieb einer Beratungsstelle
- das Beratungsgespräch in verschiedenen Situationen
Arbeitsweg:
- Überblick- und Impulsreferate
- interaktives Lernen in Gruppendiskussionen, Rollenspielen und
Kleingruppenarbeit mit Übungen an Beratungsfallbeispielen
- angeleitete Selbstreflexion und Wahrnehmungsübungen
Ziele:
- Sachkompetenz erwerben und dabei die eigenen Wissensgrenzen
und Einstellungen kennen und respektieren lernen
- Beratungsgespräche qualifiziert führen und (mit-)gestalten
können
- eine eigene Patientenverfügung erstellen können
nähere Informationen finden Sie über den Internetauftrittder
Hospiz-Akademie Bamberg
| Zielgruppe: |
als künftige Berater ausgewählte
Hospizvereinsmitglieder |
| Termin: |
23.9. bis 26.9.2010 |
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